Der Abdruck eines Dinos

Jeder sollte seinen Weltbesserungsvogel haben. Das Gefieder darf sich über die Jahre durchaus ändern, aber es schadet nicht, wenn jeder versucht, seinen Beitrag für eine bessere Zukunft zu leisten. Oder? Mein persönlicher Vogel ist der „globale Fußabdruck“. Ich weiß, ich nerve damit mein Umfeld ab und zu, auch wenn ich versuche, es nicht zu tun.

Das Öffnen einer Tür

Urlaub. Das bedeutet selbst gewählte Nachrichtensperre. Also eigentlich: Nachrichtenempfangsverweigerung. Keine Zeitung, kein Fernseher. Kein WLAN oder Datenroaming. Nichts. Fast nichts. Nur zweimal am Tag partizipiere ich am EU-Internetpaket meiner besseren Hälfte und kontrolliere E-Mails. Vielleicht ist ja etwas Wichtiges dabei. Das ist zwar nicht wirklich der Fall, aber bei einer solchen Aktion schlüpft eine „Spiegel“-Eilmeldung

Über Bilder von Bücherstapel

Vor Jahren kam mir ein Gedanke, der mich seither nicht mehr losgelassen hat: Ich stelle mir einen Musiker vor, der die Straße entlangspaziert und aus einem vorbeifahrenden Auto zum ersten Mal in seinem Leben in der Öffentlichkeit ein Lied von sich hört. Ich bin mir sicher, dieser Augenblick wird ihn nicht mehr verlassen. Für den

Warum bin ich bei meinem Lebenslauf nur so phantasielos?

Ein weiteres Geständnis: Manche Autorenkollegen begeistern mich tatsächlich bereits mit ihren Lebensläufen. Ohne Witz, denn ja, es gibt sie, jene, die während eines unheilvollen Sommergewitters gezeugt oder in einer romantischen, kristallklaren Vollmondnacht geboren worden sind. Diese frühen Erfahrungen werden gerne als klare Indizien für die passende Wahl des schriftstellerischen Genres gewertet. Die meisten haben schon im Krabbelalter Bücher

Der Konjunktiv auf Reisen

Nachdem ich durch Zufall darauf gestoßen bin, dass mein neues Buch auch in Japan erhältlich ist und auf Amazon 1,533 ¥ kostet, war ich im ersten Moment doch etwas belustigt. Wer – bitte schön – kommt in Japan auf die Idee mein Buch zu kaufen? Dann ist mir aber der Gedanke gekommen, ob ich nicht vielleicht den asiatischen Buchmarkt

On Air – online

Samstag, 27. Juni. Ich hatte angekündigt auf jeden Fall einzuschalten. Und wenn dieses vermaledeite oberfränkische Funkloch nicht gewesen oder ich spendabler bei der Auswahl meines Mobilfunkanbieters wäre, dann hätte ich vermutlich nicht eine Woche darauf warten müssen, endlich die Sendung der „Literaturwerkstatt“ zu hören (das Leben ist und bleibt eben ein Konjunktiv). Aber angeblich ist ja

On Air (II)

Nachdem bereits im Jänner der Berliner Sender „Offener Kanal Alex“ einen Auszug aus „Fast eine Jugend“ in seinem „Ohrenkino“ gebracht hat, nimmt sich für den kommenden Samstag die „Literaturwerkstatt“ des „Campus & City Radios 94.4-“ St. Pölten ähnliches vor. Gesucht waren Texte, die im Zusammenhang mit Musiknummern stehen (die konsequenterweise anschließend gespielt werden sollen). Interessante

Das Leben als – Erzählband

Kurzgeschichten wollen geschrieben werden. Sie drängen sich auf, überfallen den Autor. Der gibt nach, ergibt sich dem Schreibfluss, bis der Text fertig ist. Und dann? „Texte müssen reifen“, sagt man, „reifen in der Schublade.“ Aber leicht rutschen sie dabei unter einen Stapel Rechnungen oder Zeichnungen der Kinder und gehen im Alltag unter. Es hat sich

Ab sofort: „Sofort lieferbar“

Als Autor ist man speziell. Man verfolgt den Weg der Veröffentlichung seines Werks mit Argusaugen, scannt die Online-Buchläden und versucht den Mechanismen dahinter auf die Schliche zu kommen. Denn, der Online-Handel ist nicht nur mächtig, was die Verbreitung betrifft, er ist auch Barometer und das Guckloch in eine mir nahezu verborgene Welt. Ist ein Buch

Schlecht geschlafen

Sonntag. Heute morgen habe ich verschlafen. Normalerweise bin ich auch am Wochenende früh auf, genieße die Ruhe im Haus bei einer Tasse Kaffee, arbeite und bereite dann das Frühstück für meine Lieben vor. Normalerweise. Heute also verpennt. Und als Draufgabe gab es meinen Standardalbtraum, den ich habe, seit ich auf Lesungen unterwegs bin. Es muss