Erzählung des Monats April 2016

Heimaterde

Die Sonne hatte die Erde aufgeheizt, hatte sie verbrannt. Sie war rissig geworden und verkrustet. Es hatte seit Wochen nicht mehr geregnet und es würde noch Monate dauern, bis wieder erste, fette Tropfen vom Himmel fallen. Dann würde die Luft dampfen, der Boden wäre noch härter und das Wasser würde nicht versickern. Der erste Regen würde dann endlich den Staub wegwaschen. Den Staub der Trockenzeit. Den Staub der Vergangenheit. …

 

… So hat sie begonnen, die Erzählung des Monats im April. Nun, April ist vorbei, die neue Kurzgeschichte ist online und der Text wurde wie angekündigt von der Webseite genommen. Vorerst ist er wieder in der Schublade verschwunden.

Danke an alle, die die Erzählung gelesen haben, für das Interesse. Ich freue mich über jeden einzelnen Besucher meiner Webseite. Mein besonderer Dank geht an jene, die auf den Text reagiert haben, sei es durch einen Kommentar, eine Nachricht oder ein „Gefällt mir“.

In den kommenden Wochen wird der Text „Heimaterde“ noch einmal zu hören sein: Im Rahmen von „Words & Voice“ in Nürnberg wird er von einem Sprecher öffentlich gelesen werden. Mehr dazu bald auf meiner Webseite.

 

© Text: Oliver Graf, Foto: Fotografschaft Erlangen

4 thoughts on “Erzählung des Monats April 2016

  1. Anonymous

    Eine sehr berührende Geschichte, deren Ausgang den Blick in eine etwas andere Welt aufkeimen lässt. Es ist zu hoffen, dass der Glaube an eine derartige, bessere Welt aber nicht verdorrt und zerbröselt wie die Heimaterde.

  2. Helga

    ……………………….es macht so betroffen

  3. Raimund

    regt unglaublich zum Nachenken an ………..und man fühlt intensiv – umhüllt mit Wohlstand und Frieden – seine eigene Ohnmacht (nicht den Willen), zur erträumten Welt des Erzählers beitragen zu können.

  4. Hans

    beeindruckend, man wird eingeholt in eine andere existierende Realwelt und macht einem betroffen.
    Man wird nachdenklich.

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