Drei Akkorde und das Leben
Mit dem Knie stieß er die Tür auf, der Schlüssel zu seiner Zweizimmerwohnung baumelte noch in seinem Mund. Im Schlafzimmer war es duster, obwohl draußen die Sonne schien und die Luft von der Hitze flirrte. Die Vorhänge waren zugezogen, der Raum schwamm in Grau- und Brauntönen.
——————-
Zwischen Lini aus Wiesbaden und der Altpapier-Gestapo auf seiner Etage sucht ein Musiker in seiner verwahrlosten Wohnung nach einem Zuhause. — Stoff, aus dem (fast) alle großen (heiteren) Geschichten sind ! Wie immer tausend Dank für das Lesen der Erzählung, eure Kommentare, eure Likes! Es war mir wieder einmal eine Freude von euch zu hören!
Damit auf zum nächsten Text, diesmal unter dem Titel „Die Liste“! Deutlich kritischer, deutlich politischer und – den aktuellen Gegebenheiten angepasst – vermutlich auch schwerer zu verdauen. Die Erzählung wurde mir von diversen Vorgängen weltweit in die Hand diktiert. Trotz des Schwere kommt aber hoffentlich das Lesevergnügen nicht zu kurz! Und wenn euch die neue Geschichte berührt, auf- oder zum Nachdenken anregt, dann schreibt mir doch einfach.
© Text: Oliver Graf, Foto: Fotografschaft Erlangen
….und wieder sehr schön formuliert und geschrieben. Ich bin immer schon auf den nächsten Absatz gespannt.
Eine gute Geschichte mit Lust auf mehr.
Danke für die Rückmeldung, Manfred! … „mehr“ gibt es dann erst wieder am 1. Februar. :)
Ich sehe und rieche die ganze Misere, spüre die Hitze. Sehr anschaulich und spürbar geschrieben. Wunderbar und dazu noch ein positives Ende!!!!
Danke, aber das mit dem positiven Ende kann ich für die Zukunft leider nicht garantieren …
Dem Sogar-Gerüche-Maler ein dickes Kompliment. Wie immer begleitet man die Protagonisten durch ihre Geschichten… stolpert, flucht – und kommt dann manchmal doch an… so wie bei Irmi und seinem Plan für ein Liebeslied…
Ich freu mich über das sehr schöne Feedback :D !
Eine wunderbare Geschichte. Die rutscht wie ein Film vor dem geistigen Auge daher. War voll drin.
So soll es sein, Malwine! Danke :D