Top Secret, Spaceballs und die Ritter der Kokosnuss

Gestern habe ich mir mit meinem Sohn die „Otto Waalkes Show“ angesehen. Also, ich habe angefangen damit …

Zuvor hatten wir gespielt – „Stadt, Land, Fluss“ (ich habe gewonnen, da er keine Flüsse kennt, was er mir ja vorher schon erklärt hat) und anschließend „Mogelmotte“ (ich habe gnadenlos verloren, weil ich im Schummeln unterirdisch bin – keine Übung).

Dann also Otto. Mein Vorschlag. — Mein Fehler. Die Show war in etwa so, wie ich beim Schummeln: Es funktionierte einfach nicht. Und dabei war es der zweite unmittelbare Versuch meinerseits meinen Kindern den Humor, mit dem ich aufgewachsen bin, näher zu bringen.

Der Erste war das Vorspielen einer alten Platte von Otto („Die Zweite“). Zugegeben, jetzt finde ich heute den Ostfriesen auch nicht mehr so lustig, wie damals mit zwölf Jahren, aber ich dachte es liegt eher an meinem Alter. Das Komischste für die Kinder aber war, dass man die „Langspiel“-Platte bereits nach kurzer Zeit „umdrehen“ musste.

Und gestern also Versuch Nummer Zwei. Meine Frau war bereits zuvor skeptisch (was auch daran liegen mag, dass sie generell mit Humor a la Mel Brooks, Monty Python und eben Otto wenig anfangen kann). Im Endeffekt muss ich ihr aber leider recht geben: Die Humorvermittlung durch diese Sendung ging gründlich in die Hose. Einiges, was ich in den ersten fünfzehn und den letzten zehn Minuten mitbekommen habe, hat Spiegel Online unter dem Titel „Knoten im Rüssel“ treffend zusammengefasst. Auch wenn selbst die dort beschriebenen Lichtblicke, die ich verfolgt habe, bei mir eher Stirnrunzeln hervorgerufen haben. — Anscheinend habe ich wirklich nichts verpasst.

Aber wozu mich das alles führt: Ich mache mir ein wenig Sorgen um den Humor, der mich durch meine Kindheit begleitet hat. Finde nur ich das nicht mehr lustig? Liegt es an mir? Bin ich so „reif“ geworden? Und was ist mit den Kindern?

Ich nehme mir vor 2016 die Nagelprobe durchzuführen: Endlich mal wieder „Ritter der Kokosnuss“ anzusehen (und nicht nur in Auszügen) oder wenigstens „Das Leben des Brian“ als lockeren Einstieg … dann „Men at Work“ oder „Lord Helmchen“ … und das mit den Kindern … ich bin mir sicher, einmal wird ihnen ein Lachen auskommen … und vielleicht finde ich das nach all den Jahren sogar auch noch komisch.

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